Agiles Manifest

Was ist das Agile Manifest?

Das Agile Manifest ist ein 2001 veröffentlichtes Grundsatzpapier, in dem siebzehn Softwareentwickler vier Werte und zwölf Prinzipien für bessere Zusammenarbeit festhielten. Es gilt als Geburtsurkunde der agilen Bewegung.

Vier Werte, die Prioritäten setzen

Die vier Werte stellen jeweils zwei Dinge gegenüber, ohne das zweite abzuwerten. Menschen und Interaktionen zählen mehr als Prozesse und Werkzeuge. Funktionierende Software mehr als umfassende Dokumentation. Zusammenarbeit mit der Kundin mehr als Vertragsverhandlung. Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen eines Plans. Die Autoren betonen ausdrücklich, dass auch die jeweils rechten Werte wichtig sind, die linken ihnen aber wichtiger.

Stell dir eine Küche vor. Ein perfektes Rezept und teure Geräte nützen wenig, wenn das Team nicht miteinander spricht. Genau darauf zielt das Manifest. Es rückt die Menschen und das echte Ergebnis in den Vordergrund.

Bemerkenswert ist, wie schlank das Dokument ist. Vier Werte, zwölf Prinzipien, mehr nicht. Es schreibt keine Methode vor. Scrum, Kanban und viele andere Ansätze berufen sich darauf, ohne dass das Manifest sie beim Namen nennt. Gerade diese Kürze hat es so langlebig gemacht. Wo detaillierte Prozesse schnell veralten, halten allgemeine Werte auch nach über zwanzig Jahren noch. Genau deshalb taugt das Manifest bis heute als Prüfstein: Wenn du unsicher bist, ob eine Entscheidung wirklich agil ist, kannst du sie an den vier Werten spiegeln.

Häufige Fragen

Wer hat das Agile Manifest geschrieben?

Das Agile Manifest wurde 2001 von siebzehn erfahrenen Softwareentwicklern in Snowbird, Utah, verfasst, darunter spätere Mitbegründer von Scrum und Extreme Programming.