Iterativ-inkrementelles Vorgehen

Was ist iterativ-inkrementelles Vorgehen?

Iterativ-inkrementelles Vorgehen bedeutet, ein Ergebnis in wiederholten Durchläufen, den Iterationen, und in kleinen, jeweils nutzbaren Bausteinen, den Inkrementen, zu entwickeln.

Beide Begriffe gehören zusammen, meinen aber Verschiedenes. Iterativ heißt, du wiederholst denselben Ablauf mehrmals und verbesserst das Ergebnis mit jeder Runde. Inkrementell heißt, du baust in Stücken und fügst nach und nach etwas Fertiges hinzu.

Ein Bild aus der Malerei: Iterativ ist, wenn du das ganze Bild erst grob skizzierst und in mehreren Durchgängen verfeinerst. Inkrementell ist, wenn du es Fläche für Fläche fertig malst. Agile Teams verbinden beides. Sie liefern regelmäßig kleine, fertige Teile und schärfen das Gesamtbild mit jeder Iteration.

Der Vorteil zeigt sich vor allem bei Unsicherheit. Weil nach jeder Runde etwas Nutzbares vorliegt, entsteht früh etwas Brauchbares, und Rückmeldung fließt sofort in die nächste Runde ein. Du musst nicht bis zum Schluss warten, um zu wissen, ob die Richtung stimmt. In Scrum steckt dieses Prinzip direkt im Sprint: ein fester Takt, an dessen Ende ein fertiges Inkrement steht.