Lastenheft und Pflichtenheft

Was sind Lastenheft und Pflichtenheft?

Das Lastenheft beschreibt, was eine Auftraggeberin haben möchte, also die Anforderungen aus ihrer Sicht. Das Pflichtenheft beschreibt, wie der Auftragnehmer diese Anforderungen umsetzen will, also die konkrete Lösung. Zusammen bilden sie die Grundlage vieler klassischer Projekte.

Vereinfacht gesagt: Das Lastenheft stellt die Fragen, das Pflichtenheft gibt die Antworten. Zuerst hält die Auftraggeberin fest, welches Problem gelöst werden soll. Darauf antwortet der Auftragnehmer mit einem Plan, wie er es lösen wird, und schafft so eine gemeinsame, verbindliche Grundlage.

Wunschzettel und Umsetzungsplan

Stell dir einen Hausbau vor. Die Bauherrin schreibt auf, was sie will: vier Zimmer, viel Licht, ein Bad im Erdgeschoss. Das ist das Lastenheft. Der Architekt antwortet mit konkreten Plänen, Materialien und Maßen. Das ist das Pflichtenheft. Erst beide zusammen machen klar, worauf sich alle geeinigt haben.

Zur Abgrenzung von agilen Ansätzen: Lasten- und Pflichtenheft versuchen, möglichst viel im Voraus festzulegen. Das gibt Sicherheit, ist aber unflexibel, wenn sich Anforderungen ändern. Agile Teams arbeiten stattdessen mit lebenden Anforderungen wie User Stories, die laufend angepasst werden.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?

Das Lastenheft beschreibt die Anforderungen aus Sicht der Auftraggeberin, also das Was. Das Pflichtenheft beschreibt die geplante Umsetzung aus Sicht des Auftragnehmers, also das Wie.