Legacy-Software ist ältere Software, die noch im Einsatz ist, aber auf veralteter Technik beruht und schwer zu ändern ist. Oft erfüllt sie wichtige Aufgaben, lässt sich aber nur mühsam warten, erweitern oder mit neuen Systemen verbinden.
Der Begriff bedeutet sinngemäß Erbe oder Altlast. Legacy-Software ist meist über viele Jahre gewachsen, das Wissen darüber ist teilweise verloren, und ein Austausch ist riskant, weil zentrale Abläufe daran hängen. Gleichzeitig verursacht sie steigende Kosten und bremst Neuerungen.
Ein Bild: Legacy-Software ist wie ein altes Haus mit tragenden Wänden an ungünstigen Stellen. Es steht und wird bewohnt, aber jeder Umbau ist heikel, weil man nie ganz sicher ist, was hinter der Wand steckt. Der Umgang damit gehört zu den häufigsten Herausforderungen der Digitalisierung. Man wägt ab zwischen behutsamem Modernisieren und einem größeren Neubau.
