MVP (Minimum Viable Product)

Was ist ein MVP (Minimum Viable Product)?

Ein Minimum Viable Product, kurz MVP, ist die einfachste Version eines Produkts, die schon echten Nutzen stiftet und mit der du von Kund:innen lernen kannst. Es enthält nur die Funktionen, die nötig sind, um eine Idee am Markt zu prüfen.

Lernen mit möglichst wenig Aufwand

Der Sinn eines MVP ist Lernen mit möglichst wenig Aufwand. Statt zwei Jahre am perfekten Produkt zu bauen und dann zu hoffen, bringst du früh etwas Nutzbares heraus und siehst, ob die Richtung stimmt.

Ein oft genutztes Bild: Wenn Menschen von A nach B wollen, baust du nicht erst ein Rad, dann zwei, dann ein halbes Auto. Du gibst ihnen zuerst etwas, das schon fährt, etwa einen Tretroller, und entwickelst daraus Schritt für Schritt das Auto. In jeder Stufe kommt jemand voran und kann dir sagen, was fehlt.

Achtung vor einem Missverständnis. Ein MVP ist keine unfertige Bastelei, sondern eine bewusst kleine, aber funktionierende Lösung. Es muss echten Nutzen liefern, sonst lernst du nichts daraus. Das V steht für viable, also lebensfähig, und genau darauf kommt es an. Oft ist ein MVP sogar erstaunlich unglamourös: eine Landingpage, ein manueller Prozess hinter den Kulissen, ein Prototyp aus Klickstrecken. Wichtig ist nur, dass echte Menschen damit ein echtes Problem lösen und dir sagen können, was fehlt.

Nah verwandt ist der Proof of Concept, der eher die technische Machbarkeit prüft, während das MVP fragt, ob überhaupt jemand die Lösung will.

Häufige Fragen

Wozu dient ein MVP?

Ein MVP dient dazu, eine Produktidee mit geringem Aufwand am echten Markt zu testen. Es liefert früh Rückmeldung von Nutzer:innen und senkt so das Risiko teurer Fehlentwicklungen.