Planning Poker ist eine spielerische Methode, mit der ein Team den Aufwand von Aufgaben gemeinsam schätzt. Jede Person legt verdeckt eine Karte mit einer Schätzung, meist in Story Points, und alle decken gleichzeitig auf. Abweichungen werden besprochen, dann wird erneut geschätzt.
Der Clou liegt im gleichzeitigen Aufdecken. Weil niemand die Zahl der anderen vorher sieht, lässt sich niemand beeinflussen. Große Unterschiede zwischen den Schätzungen sind dabei kein Ärgernis, sondern wertvoll: Sie zeigen, dass die Beteiligten die Aufgabe unterschiedlich verstehen, und genau darüber lohnt sich das Gespräch.
Ein Bild: Es ist wie beim gleichzeitigen Abstimmen per Handzeichen, nur dass die Karten verhindern, dass die Ranghöchste zuerst zeigt und alle ihr folgen. So kommt ehrliches, unabhängiges Urteil zusammen. Planning Poker macht das Schätzen nicht nur genauer, sondern auch unterhaltsamer und bindet das ganze Team ein, statt es einer Einzelnen zu überlassen.


