Risikomanagement ist der planvolle Umgang mit möglichen Störungen in einem Projekt. Es geht darum, Risiken früh zu erkennen, ihre Bedeutung einzuschätzen und Maßnahmen vorzubereiten, bevor aus einer Gefahr ein echtes Problem wird.
Ein Risiko ist ein Ereignis, das eintreten kann, aber nicht muss, und das dem Projekt schaden würde. Beispiele sind ausfallende Schlüsselpersonen, verspätete Lieferungen oder unklare Anforderungen. Risikomanagement macht solche Gefahren sichtbar, statt sie zu verdrängen.
Der Regenschirm vor dem Regen
Denk an eine Wanderung im Gebirge. Du schaust vorher auf den Wetterbericht, packst Regenjacke und Verbandszeug ein und überlegst dir einen Rückweg für den Fall eines Gewitters. Nichts davon verhindert das Wetter, aber du bist vorbereitet. Genau das leistet Risikomanagement für ein Projekt.
In der Praxis werden Risiken meist nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet und dann priorisiert. Für die wichtigsten legt man Gegenmaßnahmen fest. Wichtig ist, dass Risikomanagement kein einmaliger Akt am Projektstart ist, sondern eine laufende Aufgabe.
Häufige Fragen
Wie bewertet man ein Risiko?
Üblich ist die Einschätzung nach zwei Größen: Wie wahrscheinlich tritt das Ereignis ein, und wie groß wäre der Schaden? Aus der Kombination ergibt sich, welche Risiken vorrangig behandelt und mit Gegenmaßnahmen abgesichert werden.
