Situatives Führen

Was ist situatives Führen?

Situatives Führen ist ein Führungsansatz, bei dem die Führungskraft ihren Stil an die jeweilige Person und Situation anpasst. Je nachdem, wie erfahren und motiviert jemand für eine Aufgabe ist, führt sie mehr anweisend oder mehr unterstützend.

Die Grundidee stammt von Paul Hersey und Ken Blanchard. Es gibt demnach keinen einzig richtigen Führungsstil. Was eine Berufsanfängerin braucht, unterscheidet sich von dem, was ein erfahrener Kollege braucht. Gute Führung liest die Lage und wählt das passende Maß an Anleitung und Freiraum.

Der Stil richtet sich nach der Reife

Denk an das Fahrradfahren. Am Anfang hältst du das Kind fest und läufst nebenher. Mit wachsender Sicherheit lässt du los, bleibst aber in der Nähe. Später schaust du nur noch zu. Denselben Bogen beschreibt situatives Führen: von enger Anleitung über Begleitung bis zum vollen Vertrauen, je nach Können und Sicherheit.

Zur Abgrenzung: Situatives Führen ist keine Willkür, sondern eine bewusste Wahl. Es bedeutet nicht, mal so und mal anders zu handeln, sondern den Stil gezielt an der Reife der Person und den Anforderungen der Aufgabe auszurichten. Das verlangt Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit in der Einschätzung.

Häufige Fragen

Gibt es beim situativen Führen einen besten Führungsstil?

Nein. Der Kern des Ansatzes ist, dass der passende Stil von Person und Situation abhängt. Mal ist mehr Anleitung richtig, mal mehr Freiraum. Entscheidend ist, die Reife der Person und die Aufgabe richtig einzuschätzen.