Soziokratie und Holakratie sind Modelle für Organisationen, die Entscheidungen breit verteilen statt von oben zu treffen. Beide arbeiten mit Kreisen und klaren Rollen, sodass Verantwortung dort liegt, wo die Arbeit passiert. Holakratie ist eine jüngere, stärker formalisierte Weiterentwicklung soziokratischer Ideen.
In beiden Modellen ist die Organisation in Kreise gegliedert, die jeweils einen Bereich verantworten und miteinander verbunden sind. Entscheidungen fallen nach klaren Verfahren, in der Soziokratie oft im Konsent: Ein Vorschlag gilt als angenommen, wenn niemand einen schwerwiegenden, begründeten Einwand hat.
Nicht alle müssen begeistert sein, niemand darf blockieren
Der Konsent unterscheidet sich vom Konsens. Beim Konsens müssen alle zustimmen, was zäh werden kann. Beim Konsent reicht es, dass niemand einen ernsten Einwand hat. Stell dir eine Gruppe vor, die ein Restaurant auswählt: Nicht jede muss das Lieblingslokal bekommen, es genügt, dass niemand ernsthaft dagegen ist. So kommt man schneller voran.
Zur Abgrenzung: Holakratie regelt Rollen, Kreise und Meetings sehr genau in einem festen Regelwerk, während die Soziokratie mehr Spielraum lässt. Beide sind anspruchsvoll und passen nicht zu jeder Organisation. Sie verlangen Übung, Disziplin und eine Kultur, die Verantwortung wirklich teilen will.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Soziokratie und Holakratie?
Beide verteilen Entscheidungen über Kreise und Rollen. Die Soziokratie ist älter und flexibler, die Holakratie eine jüngere, stärker formalisierte Variante mit einem festen, detaillierten Regelwerk für Rollen und Meetings.

