Eine Vertrauenskultur ist ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen einander grundsätzlich Gutes zutrauen und offen miteinander umgehen. Kontrolle wird durch Vertrauen ersetzt, wo immer es möglich ist, und Verantwortung darf getragen werden.
Vertrauen ist die Voraussetzung für Selbstorganisation, für offene Rückmeldung und für den Mut, Fehler zuzugeben. Wo Misstrauen herrscht, sichern sich Menschen ab, halten Wissen zurück und tun nur das Nötigste. Eine Vertrauenskultur löst diese Bremse und setzt Energie frei.
Ein Alltagsbild: In einer Nachbarschaft, in der man sich vertraut, gibt einer dem anderen den Wohnungsschlüssel fürs Blumengießen, ohne lange Regeln aufzustellen. Vieles geht leichter und schneller. Genauso wirkt Vertrauen in Organisationen. Es entsteht langsam, durch verlässliches Verhalten, und kann durch einen einzigen Vertrauensbruch schnell wieder beschädigt werden. Deshalb ist die Führung hier besonders in der Pflicht.

